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Trauma Center Trauma-Sensitive Yoga (TCTSY)

Trauma Center Trauma-Sensitive Yoga (TCTSY) ist eine empirisch belegte, evidenzbasierte Behandlungsmethode. Sie wurde entwickelt als ergänzende therapeutische Maßnahme für Menschen mit Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS), chronisch-behandlungsresistenter PTBS und komplexer Traumatisierung (K-PTBS). Dr. Bessel van der Kolk, Professor für Psychiatrie, und der Yogalehrer David Emerson haben TCTSY am Trauma Center in Boston entwickelt. Seit 2017 ist die Methode in den USA als offizielle, evidenzbasierte Behandlung für Traumafolgestörungen anerkannt.

Die Methode

TCTSY (Trauma Center Trauma Sensitive Yoga) verbindet Erkenntnisse aus Traumatheorie, Bindungstheorie, Neurowissenschaften und Hatha Yoga.
Dabei steht Yoga nicht als Leistung oder Ziel im Vordergrund, sondern als ein Weg, den Kontakt zum eigenen Körper wiederzuentdecken und Sicherheit in ihm zu erleben. Ein zentraler Gedanke stammt von der Traumaforscherin Judith Herman, die betont: „Keine Behandlung, die einem Trauma-Überlebenden seine Selbstbestimmung nimmt, kann zur Genesung beitragen.“

In TCTSY entscheidest du deshalb selbst, welche Bewegungen du ausführst und wie intensiv du teilnehmen möchtest. Du bestimmst das Tempo, in dem du dich bewegst und wahrnimmst. So entsteht die Möglichkeit, Schritt für Schritt Kontrolle und Sicherheit im eigenen Körper zurückzugewinnen – immer mit dem Fokus darauf, im Hier und Jetzt zu bleiben, statt von belastenden Erinnerungen überwältigt zu werden.

Unterstützung und Verbindung

Heilung braucht Verbindung. Viele Menschen mit traumatischen Erfahrungen kennen Gefühle von Isolation oder Misstrauen.
TCTSY schafft einen sicheren Raum, in dem du langsam wieder Vertrauen aufbauen kannst – zu dir selbst und zu den Menschen, die dich begleiten. Das gemeinsame Üben unterstützt dich darin, dich gehalten und verbunden zu fühlen.

Körperwahrnehmung und Interozeption

Ein wichtiger Aspekt von TCTSY ist die Interozeption – also die Fähigkeit, Körperempfindungen wahrzunehmen, zu verstehen und darauf zu reagieren.
Nach traumatischen Erlebnissen kann der eigene Körper fremd oder unberechenbar wirken. Durch sanfte, achtsame Bewegungen aus dem Hatha Yoga lernst du, Empfindungen wieder bewusst zu spüren, ohne von ihnen überwältigt zu werden.
Mit der Zeit kann so die Fähigkeit wachsen, Stressreaktionen besser zu regulieren und wieder positive, sichere Erfahrungen im eigenen Körper zu machen.

TCTSY wird weltweit in Einzel- und Gruppensettings angeboten – zum Beispiel mit Veteranen, in Frauenberatungsstellen, mit Kindern und Jugendlichen, Geflüchteten und in therapeutischen Einrichtungen.
Die Methode richtet sich an alle, die traumatische Erfahrungen gemacht haben und einen sicheren Rahmen suchen, in dem sie selbstbestimmt, achtsam und in ihrem eigenen Tempo arbeiten können.

TCTSY Session

Du entscheidest selbst, wie du dich bewegst.

Es gibt keine Korrekturen oder Druck von außen – deine Erfahrung steht im Mittelpunkt.

Du lernst, Körperempfindungen bewusst wahrzunehmen, ohne überfordert zu werden.

TCTSY ist wissenschaftlich fundiert und traumainformiert.

Der Ansatz wird unterstützt durch Erkenntnisse aus Psychologie, Neurowissenschaften und somatischer Begleitung.

Einzeltraining & Gruppenkurse

TCTSY Einzeltraining, persönlich oder online

TCTSY-Einzeltraining eignet sich besonders für Menschen, die sich noch nicht in einer Gruppe wohlfühlen. Im Einzeltraining kann die Yogapraxis an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Online-Sitzungen über Zoom sind eine Option für diejenigen, die nicht in München leben oder die lieber von zu Hause aus teilnehmen möchten. Eine Einzelstunde kostet 80 € für 45 Minuten.

TCTSY Online-Gruppe für Frauen (via Zoom, in deutscher Sprache)

Dienstags, 18:15–19:00 Uhr
Nächster Kursstart: 20. Januar 2026

PRÄSENZKURSE 2026 im Traumahilfe Zentrum, München

10:00–10:45 Uhr: TCTSY für Frauen
11:15–12:00 Uhr: TCTSY für Männer